Almabtrieb - lebendiges Brauchtum
in der Ferienregion Kronplatz
Seit Jahrhunderten ist der Almabtrieb fester Bestandteil der heimischen Kultur.
Als Almabtrieb bezeichnet man die Überführung des Viehs von den Bergweiden (Almen) ins Tal, wo es in den Stallungen der Bauernhöfe überwintert. Der Almabtrieb wird zeitlich durch das Ausbleiben des Graswachstums oder Kälteeinbrüche bestimmt.
Ist der Almsommer für Mensch und Tier ohne schwere Unfälle verlaufen, werden die Herden für den Abtrieb kunstvoll geschmückt und der Almabtrieb mit Musik- und Tanzveranstaltungen verbunden.
Für den Kopfschmuck der Tiere wird traditionell der Almrausch (Alpenrose) oder Latschenkiefer verwendet, sowie die Silberdistel und Seidenblumen. Eine besondere Rolle spielt dabei die sogenannte Kranzkuh. Sie bekommt einen ganz besonders pompösen Kopfschmuck. Bergab auf den Weg in die heimischen Ställe führt die Kranzkuh traditionell die Herde an. Der Kranz wird mit viel Liebe aus Zweigen, Blumen, Gräsern und Bändern in Form einer Krone geflochten. Meist enthält er ein Kreuz, womit um den Schutz des Himmels gefleht wird und einen Spiegel und Glocken zur Abwehr böser Geister.
Oktober ist die Zeit des Almabtriebes in der Ferienregion Kronplatz, dann ziehen die prächtig geschmückten Kühe zurück ins Tal in ihre Winterquartiere am heimischen Hof.
Wann und Wo?
| 04. und 05. Oktober 2008 |
Kirchweihfest und Almabtrieb in Gais |
| 11. Oktober 2008 |
Almabtrieb in Terenten |
| 11. und 12. Oktober 2008 |
Kirchweihfest und Almabtrieb in Uttenheim |
| 12. Oktober 2008 |
Almabtrieb in Rasen |