Dolomiten
Die schönste Berglandschaft der Welt
Seit 2009 gehören die Dolomiten zum renommierten UNESCO Weltnaturerbe.
Mit ihrer unvergleichlichen Schönheit haben die Dolomiten die UNESCO verzaubert, genauso wie den großen Dichter
Goethe, den Extrembergsteiger
Reinhold Messner und Stararchitekten
Le Corbusier. Spitze Zinnen, schroffe Grate und steile Felswände glühen im Abendlicht in einem tiefen Rot auf, um über Orange und Violett sanft in die Dunkelheit der Nacht zu gleiten. Die einzigartige Zusammensetzung des Dolomitgesteins macht die so genannte
Enrosadira möglich, ein wahres
Wunder der Natur.
Der Weltnaturerbe-Antrag für die Dolomiten umfasst Gebiete in fünf Provinzen. In Südtirol sind dies die Bletterbachschlucht sowie die
Naturparks Fanes-Sennes-Prags, Trudner Horn,
Puez-Geisler, Schlern-Rosengarten, Latemar, sowie die Sextner Dolomiten mit den Drei Zinnen. Die meisten dieser Gebiete seien aufgrund von Felswänden,
Türmen, großen Höhenunterschieden, einer ausgeprägten
Geländemorphologie, weitläufigen
Hochflächen und
Weidegebieten beeindruckend.
Bisher haben in Italien nur die Äolischen Inseln diese hohe Auszeichnung erhalten.
Zwischen Mythen und Legenden
„Es war einmal inmitten des Waldes ...“ Wie viele Märchen beginnen genau so?
Die so genannten „Märchen der Dolomiten“, ein echtes literarisches Genre, haben ihren Ursprung in diesen Tälern, in denen es seit Jahrhunderten eine lange Tradition der Geschichten gibt, die von Zwergen und Hexen, von Rittern und von Feen handeln.
Im Naturpark Fanes-Sennes-Prags, wie auch im direkt daneben gelegenen Park Puez-Geisler, atmet man die Luft der Märchen jedes Mal, wenn man auf den Wegen wandert oder eine Felswand berührt: Man erzählt sich zum Beispiel, dass einmal im Jahr bei Sonnenaufgang zwei mysteriöse weibliche Gestalten in einem Boot auf dem Pragser Wildsee, einer echten Perle inmitten der Berge, erscheinen. Es handelt sich dabei um die Kriegsheldin Dolasilla und ihre Zwillingsschwester Lujanta, die unglückseligen Töchter des gierigen Königs von Fanes, die noch heute den Mythos bewahren: Die erste starb, trotz ihrer Wunderwaffen, während des Kampfes zur Verteidigung ihres Volkes bei der Invasion der Feinde, während die andere sich in der Grotte der Murmeltiere, ihren Verbündeten, versteckte. Das „Parlament der Murmeltiere“, ein natürliches Amphitheater inmitten der Wiesen in der Nähe des Grünsees, in welchem sich hunderte Nagetiere trafen, um miteinander zu diskutieren, ist heute das bevorzugte Ziel von Ausflüglern im Pustertal.
Viele dieser Legenden leben noch heute, und man sagt, dass die Tatsache, dass niemand jemals einen Kobold gesehen hat, nicht bedeute, dass sie nicht existieren.
Die Naturbühne der Geschichte entspricht der klassischen Darstellung der Märchen genauso wie all dem, was man von der malerischen Landschaft der Alpen erwartet: kleine Bäche aus großer Höhe, die die grünen Wiesen durchziehen, welche mit vom Wind niedergedrückten Blumen bedeckt sind, die Stille der Berge, die nur vom Zwitschern der Vögel und dem Zirpen der Grillen unterbrochen wird. Und dann, weiter unten, dichte Wälder, die alles bedecken, kleine romantische Holzhütten, Hirsche, Eichhörnchen und Wölfe, die die Wege überqueren, genauso wie tausende kleine Seen, in welchen sich die schneebedeckten Berggipfel spiegeln. Und im Talgrund fehlt es auch nicht an den mehr oder weniger verwunschen Burgen, die zu einem Besuch einladen.
Die Alten im Tal sind immer gerne bereit, Dutzende von Legenden zu erzählen, genau wie die Bergführer, die Sie zu den beeindruckendsten Stellen dieses Teils der Alpen führen: im Gebiet der Dolomiten, die von der UNESCO als Weltnaturerbe ernannt wurden, ist das Pustertal das einzige, das fünf Naturparks und zwei Gebirgsgruppen vorweisen kann.