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Museum Ladin Ciastel de Tor

Ladinische Kultur erleben

Lebensräume

Plan, Laguscel, Grones, Seres, Miscì, Frëina - dies sind nur einige der Viles, die zu Fuß erobert werden können. Auf den Wegen zwischen diesen alten Weilern nähert man sich auf sehr konkrete Art und Weise den beschwerlichen Lebensumständen der Dolomitenbewohner und der Kreativität und Tatkraft, mit denen sie sich dagegen behaupteten. Die Themenwanderung Roda dles Viles liegt bei Lungiarü (San Martin) und bei San Vigilio Dolomites: Die gut erhaltenen Bauten zeigen anschaulich, wie sehr die langen harten Winter und die durch die Abgeschiedenheit notwendige Selbstversorgung die Bewohner in die kompakte Bauweise drängten. Nicht nur Brunnen, Tränke und Backofen teilte man sich. Auch viele große Arbeiten, wie der Bau eines neuen Majun, eines Heustadels, wurden gemeinsam vorangetrieben. Denn ohne die Solidarität der Gruppe war der einzelne Mensch verloren.

Arbeitsweisen

Bei Lungiarü, am rauschenden Seresbach konnten die alten Mühlen restauriert und in der Themenwanderung Val di Murins zusammengefasst werden. Einige der Mühlen sind sogar funktionsfähig und werden auch betrieben. Der Mühlenweg ist eine gemütliche Familienwanderung mit Einblicken in die einstige Alltagskultur Ladiniens und lässt sich auch gut mit der Besichtigung einiger Viles kombinieren. Häppchenweise serviert, eröffnen Wissenswertes und kleine Kuriositäten einen spielerischen Zugang zur ladinischen Kultur, Natur und Tradition. Vor allem mit Kindern ist man hier goldrichtig, beim Trù Vistles!

Geschichten und Geschichte

Wie nähert man sich einer noch fremden Kultur? Wie kann man sie kennen und verstehen lernen? Ein Königsweg zu einem ersten Verständnis ist sicherlich die Geschichte. Im Zeitraffer lässt sich die Entwicklung nachvollziehen, wie die Lebensart vor Ort entstanden ist, welche Herausforderungen den Menschen hier geformt haben. Lenken wir also die Schritte ins Museum Ladin Ciastel de Tor. Darin wird übersichtlich dargestellt, wie die Dolomiten aus dem Meer erwachsen sind und wie ihre Besiedlung begann. Schautafeln erklären hautnah, wie die wundervolle, aber oft unerbittliche Natur den Lebensalltag bestimmte. Diese Natur zeigt sich in mystischer Darstellung auch in den Sagen. Eine eigene Abteilung beschäftigt sich damit, wie die  beeindruckende, aber karge Umwelt die Wirtschaftsgeschichte auch in jüngerer Zeit (besonders im Kunsthandwerk) und in jüngster Zeit (vornehmlich im Tourismus) prägt. So sind also die ladinische Sprache und Kultur entstanden und konnten sich gerade auch dank der schwierigen Lebensumstände und dank des speziellen Charakterschlages der Dolomitenladiner zwischen dem deutschen einerseits und dem italienischen Sprach- und Kulturraum andererseits, bis heute lebendig halten.

Vergangenheit und Gegenwart - Tradition und Moderne

Aber Kultur lebt nicht nur in der Vergangenheit. In neuen Ansätzen findet die Kreativität immer neue Ausdrucksweisen. Eines der jüngsten „Babies“ ist die SMACH Constellation of art, culture and history in the Dolomites, 2015, wo alte Lebensräume den Rahmen für moderne und territoriale Kunst liefern. Alte Gebrauchsgegenstände - Ausdruck der überlieferten Lebensweise - erfahren im Open air museum eine neue Bedeutung und werden mit kreativen Interpretationen der Natur in einen neuen Zusammenhang gebracht. Die Traditionen leben auch in der Küche, in den Trachten, in der Musik, in den Bräuchen.

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