


„Piculin“ heißt die neue Achter-Umlaufbahn. Diese Anlage auf der Südwestseite des Piz de Plaies von St. Vigil hat ihre Talstation in Picolein im Gadertal, einen Kilometer von St. Martin in Thurn, natürlich mit Parkplätzen, Infopoint, Skipassbüro, Skiverleih, Skidepot und einem Restaurant.
Die Bahn überwindet bei einer Länge von 1.500 Metern einen Höhenunterschied von 500 Metern. Pro Stunde befördert sie 2.400 Skiläufer. Und sie ist weit mehr als eine Verbindung hinüber nach Alta Badia. Die Bahn legt Skifreaks eine neue attraktive schwarze Piste zu Füßen, immerhin 2.000 Meter lang.
Und dann geht’s weiter: Per Niederflur-Bus im 20-Minutentakt nach Alta Badia und von dort rein in die Sella Ronda, wo´s immer an der Wand entlang geht, auf dieser legendären Umrundung des Sella-Stocks im Herzen der Dolomiten. Neu ist diese nicht, eher das Gegenteil: Sie ist ein Dauerbrenner, der schon in den 70er Jahren bei den Skifahrern abends für die nötigen „Wir-sind-Helden-Gespräche“ gesorgt hat. Wie lang hat´s gedauert, wie viele Kilometer waren´s denn, auf denen die Kanten glühten? Sie ist die unangefochtene Majestät im Reigen der Ski-Ereignisse. In den 70ern war es schon Rekord, einmal rum zu kommen, wohlig-schaurige Geschichten im Gepäck von zu Berge kriechenden Einer-Sesselliften, die dank Stromausfall in eisigen Winden auch mal stundenlang schaukelten. In den 80ern war es Rekord, zusätzlich zur Sella Ronda noch Abstecher auf die großen Pistenklassiker einzustreuen: Die „Porta Verscovo“ in Arabba, die „Saslonch“ in Gröden, die „Gran Risa“ in Alta Badia. Und heute, 2006/7, ein ganz neuer Reiz: Vom Glatzkopf überm Pustertal hinein in diese runde Sache. Und wetten wir? Kronplatz-Sellaronda wird ein Kultobjekt werden!
