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Ladinische Küche

lebensmittel - mittel zum leben

Mehl, Kartoffeln, Eier, Milch, Butter, Käse, frisches Obst und Gemüse in den schneefreien Monaten und an Feiertagen Fleisch: das stand der Bergbevölkerung in den ladinischen Tälern zur Verfügung. Viel ist das ja nicht. Und wenn sie nicht achtsam waren, verdarb es auch schnell. Besonders Obst und Gemüse musste frisch gegessen werden. Ausnahme war der Kohl. Er wurde durch Vergärung haltbar gemacht und lieferte als Sauerkraut Vitamine und Mineralien durch die Winterzeit, bis im Frühjahr die ersten Kräuter ihre Triebe zeigten. Fleisch wurde getrocknet oder geräuchert und z.B. als Speck - cioce gelagert. Brot wurde nur zwei Mal im Jahr gebacken und dann getrocknet, damit es nicht schimmelte.

Ladinische Küche

tradition und innovation

Aus diesen einfachen Zutaten wurden gesunde Gerichte zubereitet, die Generationen von Köchinnen an den Nachwuchs weitergaben. Über die Jahrhunderte bereicherten sie zusehends die Vielfalt, von dem was auf die Teller kam. Das Klima und die harte Arbeit forderten früher sehr gehaltvolle Gerichte, deren Rezepte heute junge und findige Kochprofis zu verfeinerten Interpretationen verführen.

Traditionelles Brot

Ran an die teller!

Beim Blick in die Menüs der hiesigen Gaststätten sind die überlieferten Speisen leicht zu erkennen. Die ladinischen Namen - panicia, balotes, gnoch da zigher, tultres, cancì checi, cancì blanc, scartè, gnoch da son … zum Nachtisch dann cütles da pom, fortaies, puncerli - stechen neben den allseits bekannten internationalen und italienischen Gerichten klar hervor. Ach, Sie wollen tatsächlich wissen, was hinter diesen ganzen Namen steht? Da müssen Sie schon selber kommen und die Köstlichkeiten einfach probieren! Aber ein Rezept zum Nachkochen wollen wir Ihnen doch verraten:

Ladinische Küche

Crafuns mori

(Zutaten für 4 Personen)

600 gr. Mehl (Doppelnull)
2 Eier
½ Glas Öl
¼ Liter Milch
40 gr. Germ
eine Priese Salz
1 Naturyogurt

Zuerst Milch, Yogurt, Germ und 100 gr. Mehl zum Vorteig verrühren und ca. 10 bis 15 Minuten gehen lassen. Danach den Rest des Mehles, Öl, Eier und Salz dazugeben und ausgiebig kneten. Nochmals 1 Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Den Teig ca. 2,5 cm dick ausrollen und mit einem Glas oder einer anderen runden Form (ca. 10 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Die Teigkreise vorsichtig auseinanderziehen, dass ein dickerer Rand bleibt und der Teig in der Mitte ganz dünn wird. Dann im Öl schwimmend goldgelb herausbacken, ca. 2 Minuten je Seite. In die Mitte der Crafuns mori eine Kelle Wildragu (Hirsch- oder Rehragu) geben und servieren.

Alternativ können sie die Crafuns mori auch mit Tomatensauce, Pilzen und sogar mit Preiselbeermarmelade servieren.

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